Babybrei selbst kochen

4 Gründe, warum du Babybrei nicht selbst kochen solltest

Paul Babynahrung 7 Comments

Babybrei steht im ersten Lebensjahr neben Muttermilch ganz oben auf der Speisekarte von Babys. Da stellt sich Eltern natürlich schnell die Frage, ob sie Babybrei aus dem Supermarkt bevorzugen oder doch lieber Brei selbst kochen sollten.

Wir haben uns bereits in unserem Artikel „So kannst du ganz leicht leckeren Babybrei selbst kochen“ dazu bekannt, Lillis Babybrei selbst zu kochen. Daran hat sich auch absolut nichts geändert.

Fertigen Babybrei aus dem Gläschen nutzen wir überhaupt nicht. Der Grund ist, dass Lilli ihn einfach nicht mag.

Damit gehören wir jedoch zur Minderheit in Deutschland.

Laut Spiegel Online greift der Großteil der Deutschen (60 %) auf gekauften Brei aus dem Supermarkt zurück. Lediglich 21 % der Eltern kochen ausschließlich selbst. Weitere 19 % kombinieren selbst gekochtes mit Produkten aus dem Supermarkt.

Auch wenn wir Lillis Brei immer selbst kochen, nutzen wir trotzdem Fertigprodukte aus dem Supermarkt bzw. der Drogerie. Abendbrei beispielsweise kaufen wir teilweise zum Anrühren mit Wasser. Nicht nur, aber es ist eine gute Alternative. Und Obstpüree von Alnatura haben wir auch zu Hause. So müssen wir nicht immer frisches Obst hier haben.

Zudem ist grad im Winter die Auswahl an Obst eher begrenzt. Durch pürierte Früchte aus dem Gläschen gibt es dann doch mal etwas Abwechslung zu Banane, Apfel und Birne.

Aber was ist besser? Fertig Produkte oder selbst kochen?

Laut Prof. Dr. Kersting vom Forschungsinstitut für Kinderernährung kannst dich ohne schlechtes Gewissen sowohl für gekauften Babybrei aber auch für selbst gekochten Brei entscheiden.

Beides hat seine Vorteile und man kann nicht wirklich sagen, dass die eine Art der Zubereitung der Anderen absolut überlegen ist.
 

Vorteile vom Selbstkochen

 

1. Alle Zutaten-Kombinationen sind möglich

Babybrei selbst zu kochen bringt definitiv Vorteile mit sich. Der entscheidende Vorteil für uns ist, dass wir Zutaten flexibel variieren können – ganz nach Lillis Geschmack.

Wenn etwas nicht ganz so gut schmeckt, tauschen wir am nächsten Tag einfach ein paar Zutaten aus.

 

2. Volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe

Dadurch, dass wir selbst kochen, haben wir zudem die Kontrolle darüber, was in den Brei kommt. Wir können Zutaten genau dort kaufen, wo wir es möchten und wissen so aus erster Hand, woher beispielsweise das Gemüse stammt.

Auch ob du Bio-Produkte nutzen möchtest, liegt hier ganz bei dir. Außerdem können wir uns so sicher sein, dass dem Essen kein Zucker oder andere Gewürze zugesetzt wurden.

 

3. Ausgewogene Kost

Der größte Vorteil beim Selbstkochen ist für uns die Tatsache, dass wir Lilli eine ausgewogene Kost ganz nach unseren Wünschen anbieten können.

Natürlich ist das auch ohne Weiteres mit gekauftem Babybrei möglich. Allerdings wären wir hier nicht ganz so flexibel beim Kombinieren der Zutaten.

So fällt es uns noch leichter für einen ausgewogenen Vitamin C, Fleisch, Fett- und Kaloriengehalt zu sorgen.

 

4 Gründe, warum du Babybrei nicht selbst kochen solltest.

Auch wenn wir große Freunde davon sind, Lillis Essen selbst zuzubereiten, gibt es auch wirklich gute Gründe für gekauften Babybrei.

Wir dachten immer, dass selbst gekochter Babybrei, gekauften Babybrei bei Weitem ausstechen würde. Immerhin ist selbst Gemachtes ja einfach immer besser.

Ganz so ist es aber nicht. Auch gekaufter Babybrei hat einige Vorteile.
 

1. Besonders fein püriert

Zu allererst ist gekaufter Babybrei sehr fein püriert. So fein, wie man es zu Hause wohl nie hinbekommen wird.

Gerade wenn du damit beginnst, deinem Baby Brei zu geben, kann das von Vorteil sein. Immerhin ist an ein Kauen anfangs ja noch nicht zu denken.

Aber auch wenn dein Baby später mehr und mehr kauen möchte, gibt es im Supermarkt die richtigen Breis hierfür. Es gibt nämlich unterschiedlich fein pürierten Brei zu kaufen. Dies richtet sich nach dem Alter und dem Entwicklungsstand deines Babys.

Gerade wenn du dir unsicher bist, welche Konsistenz für dein Baby die beste ist, hast du bei gekauftem Brei die Möglichkeit verschiedene Sorten auszuprobieren. Und wenn du die gewünschte Konsistenz dann gefunden hast, bekommst du auch durchweg die gleiche Qualität. Dies ist bei selbst gekochtem Brei nicht immer so leicht.

 

2. Keimfreiheit

Ganz klar überlegen ist gekaufter Brei in Sachen Keimfreiheit. Alleine schon, weil diese durch regelmäßige strenge Kontrollen überprüft wird. Zu Hause ist das natürlich nicht möglich.

Natürlich arbeiten wir auch zu Hause sehr hygienisch. Eine Keimfreiheit können wir aber nicht garantieren. Hersteller von Babybrei hingegen schon.

 

3. Sehr geringe Schadstoffbelastung

Schadstoffe sollten in Nahrung natürlich generell keine sein. Leider ist dem aber nicht so. Täglich nehmen wir Lebensmittel zu uns, die Schadstoffe enthalten – wenn auch meist nur in sehr sehr geringen Mengen.

Kochst du Babybrei selbst, bist du darauf angewiesen, dass deine gekauften Lebensmittel schadstofffrei sind. Zu überprüfen kannst du es jedoch nicht. Du muss Vertrauen in die Hersteller haben – daher finden wir regionale Produkte empfehlenswert.

Anders sieht es auch hier wieder bei industriell-hergestelltem Babybrei aus. Hier sind strenge Grenzwerte festgelegt, die eingehalten werden müssen. Zudem werden sie regelmäßig überprüft.

 

4. Zeitsparend

Zuletzt bringt gekaufter Babybrei natürlich auch einen Zeitvorteil mit sich. Gläschen öffnen, erwärmen und das war’s.

Auch wenn wir finden, dass wir Lillis Babybrei mittlerweile in Rekordzeit zubereitet kriegen – länger, als ein Gläschen zu erwärmen, dauert es dann doch.

Die Zutaten müssen ja gewaschen, geschält, gedämpft und püriert werden. Und hinterher muss alles abgewaschen und weggestellt werden.  Das nimmt nun mal eine gewisse Zeit in Anspruch. Für uns kein Problem – man muss sich die Zeit aber auch nehmen (wollen). Das Gläschen wird recycelt, der Löffel kommt in den Geschirrspüler und fertig.

 

Fazit

Wir mögen es, Lillis Babybrei selbst zuzubereiten. Hierdurch haben wir die volle Kontrolle über Lebensmittel, Zusatzstoffe und können unserer kleinen Maus eine ausgewogene Kost, ganz nach unseren Vorstellungen, anbieten.

Dennoch sollte man aber auch die Vorteile von gekauftem Babybrei nicht außer Acht lassen. Beide Arten der Zubereitung haben nämlich ihre positiven Aspekte.

So sprechen unserer Meinung insbesondere vier Gründe für Babybrei aus dem Gläschen:

  1. Er ist besonders fein püriert
  2. Er ist absolut keimfrei
  3. Er weist eine sehr geringe Schadstoffbelastung auf
  4. Es ist zeitsparend

Für welche Art der Babybrei-Herstellung du dich entscheidest, musst du natürlich selbst für dich herausfinden.

Egal, ob du Babybrei aber kaufen oder selbst kochen möchtest, dein Baby wird mit allem optimal versorgt. Beim selbst kochen Bedarf es lediglich ein wenig mehr Eigeninitiative.

 

Wie ist es bei dir? Kochst du Babybrei selbst oder setzt du ganz auf gekauften Babybrei?

Kommentare 7

  1. Bei beiden Kids hat mein Mann förmlich darauf „gebrannt“ endlich selber was für seinen Sprössling kochen zu können und beim 3. Kind wird es sicher nicht anders sein. Obstbreie (rein püriertes Obst ohne Milchbreizugabe) haben wir durchaus mal aus dem Glas genommen. Die Milchbreie, egal ob fertig im Glas oder zum Anrühren mochten beide Kids nie. Gemüse aus dem Glas und auch ein Nudel-Menü haben wir mal ausprobiert aber ganz schnell wieder gelassen, denn Schmackhaft und lecker ist für uns was anderes. Karottenbrei ging fast noch, aber der Rest schmeckte meist irgendwie fad und nicht wirklich nach dem was es sein sollte. Da schmeckten die selbst gekochten und ungewürzten Sachen deutlich besser und intensiver nach dem was es sein sollte. Mit der richtigen Zubereitung kann man auch ohne Gewürze eine Menge Geschmack rausholen. Wir haben bei allem auch immer eine kleine Menge Öl mit Omega-3 zugegeben, welches ja die Entwicklung auch fördern soll.
    Natürlich haben die fertigen Gläschen vorteile, welche für uns aber am ehesten in der Zeitersparnis liegen würden. Da mein Mann aber leidenschaftlich gerne kocht ist das für ihn/uns kein Grund auf fertige Gläschen zurück zu greifen, abgesehen vom schon erwähnten Obst. Entweder gibt es täglich frische Portionen die vor dem Würzen von unserem Essen „abgezweigt“ wurden, oder wir kochen auf (kleinen) Vorrat, welcher dann in vorher frisch abgekochte Gläschen gefüllt wird. Ein Kühlschrank mit Biofresh (0°C-Zone) sorgt in Sachen Keime noch zusätzlich für ein klein wenig mehr Sicherheit. Der absolute Renner bei der (noch) kleinen war übrigens die „Baby-Bolognese“,welche aus Kartoffeln, Karotten, zerkleinerten Spaghetti und Pute bestand. Davon gab es immer Doppelte Portionen, damit die Mama auch was davon hatte :-)

    1. Hallo Tanja,

      das ist ja toll, dass dein Mann das so gern macht! Und wenn es mit Liebe gekocht wird, schmeckt es doch gleich viel besser :)
      Das die Breie aus dem Glas anders schmecken ist uns auch aufgefallen. Auch ein Grund, warum wir uns fürs kochen entschieden haben.
      Danke für den Tipp mit dem Bio-Fach! Wir haben so ein spezielles Fach nicht, aber wäre ja beim nächsten Kühlschrank mal eine Überlegung wert. Wir kochen meist ganz frisch, also nur für den Tag oder mal auch für 2. und wir haben auch immer 2 Portionen eingefroren, für den Fall der Fälle ;)
      Baby-Bolognese klingt auch lecker! Vielleicht gibt es dann ja dannmorgen mal bei uns.

      Viele Grüße und danke für deine Tipps :)

  2. Hallo Lisa,
    wir kochen unsere Babynahrung auch selbst. Wir nutzen dafür den Philips Avent Dampfgarer. Mit diesem Dampfgarer kann man relativ schnell kochen (dampfgaren = schonendere Zubereitung) und im Anschluss, ebenso schnell sehr fein pürieren.
    Ich denke, dass ich damit auch die Nahrung keimfrei hinbekomme. Wer den Dampfgarer kennt, der weiß, wie schnell und einfach es ist, damit Babybreie mit wunschgemäßer Konsistenz zubereiten. Das geht wirklich toll damit. Und, wie du schon richtig sagtest, weiß man eben ganz genau, was in dieser (seiner) Nahrung drin ist und kann flexibel kombinieren.
    Wer einen Garten sein Eigen nennen kann, nimmt seine Ernte. Wer dies nicht hat, kauft die Zutaten im Biokost-Laden oder auch im Supermarkt. Ich denke allerdings, sowohl bei der Ware im Supermarkt als auch im Biokost-Laden kann man nicht sicher sein, ob es nicht doch mit irgendetwas „behandelt“ wurde, das nicht so gut fürs Baby ist. Jedoch müssen wir damit leben.
    Weil wir für unsere Babys alles abkochen, hoffe ich einfach nur, dass wir dadurch zumindest die schlimmsten Keime verbannt haben. Wir kochen verschiedene Gemüse- und Fleischsorten getrennt voneinander, frieren sie in Eiswürfelbehälter ein und tun diese Würfel dann im gefrorenen Zustand (nach ca. 24 h Frost) in entsprechend beschriftete Gefriertüten. So können wir immer nach Bedarf oder Geschmack kombinieren, falls es uns mal nicht möglich ist, frisch zu kochen. Um die Vitamine der Gemüsesorten aufspalten zu können, empfehle ich immer einen TL reines Rapsöl pro 200g Breinahrung unterzurühren.
    Ich bin ebenfalls deiner Meinung, wenn du sagst, Fertiggläschen kann man „bedenkenlos“ füttern. Dem stimme ich zu. Wer zu Fertiggläschen greift, tut damit nichts Schlimmes, sollte aber über die Inhaltsstoffe Bescheid wissen. Vor allem bei der Gabe von z. B. zuviel Fluorid, was bereits in der Milchpulvernahrung ausreichend enthalten ist, von vielen Ärzten aber noch zusätzlich in Kombination mit Vitamin-D-Tabletten (D-Fluoretten) verschrieben wird.
    Bei vielen Obstgläschen wurden Saftkonzentrate zugesetzt, was auch nicht wirklich gut ist. So ähnlich verhält es sich auch bei den Milchbreigläschen (Abendbrei), die mit Zucker gesüßt werden.
    Insgesamt kann ich nur allen empfehlen, genauer auf die Inhaltsstoffe jeglicher Kindernahrung zu schauen. Vor allem bei diesen Instant-Tees, die schon ab Geburt empfohlen werden oder Löffelkeksen, die viel Zucker enthalten können.
    Insofern finde ich deinen Blog-Erfahrungsbericht sehr wertvoll. Lieben Dank dafür.

    1. Liebe Heidi,

      vielen Dank für die vielen Tipps. Wir kochen auch noch hauptsächlich frisch, aber sind eben etwas lockerer im Umgang mit Gläschen geworden. Gerade in den Wintermonaten empfanden wir es als etwas schwierig mit frischem Obst, deshalb greifen wir seit dem gern auf Obstgläschen zurück, um Lilli hier auch etwas Abwechslung bieten zu können. Die Mittagsbreie mag sie gar nicht, von daher kochen wir so oder so frisch. Anfangs haben wir auch viel eingefroren. Fleisch machen wir ebenfalls in Eiswürfelbehältern, da hier die Mengen sonst noch zu klein sind, um immer frisches Fleisch zu Hause zu haben. Gemüse und Beilagen machen wir – solange ich noch zu Hause bin – täglich mittags frisch fertig.
      Ich finde es immer sehr schade, dass oft zu viele oder gar ungesunde Zusatzstoffe in Babynahrung stecken. Man ist zu gutgläubig und lernt erst mit der Zeit, dass es eben doch sehr wichtig ist, die Zutaten vor dem Kauf genauer zu studieren. Aber wie du schon sagst, nur weil „Bio“ auf einem Produkt steht, heißt es leider nicht immer, dass auch wirklich nur „Bio“ drin ist. Man kann da nur hoffen und vertrauen.
      Liebe Grüße

  3. Schöner Artikel. Wir fangen auch gerade an unserer Kleinen Babybrei zu geben. Ich würde natürlich auch gerne kochen bin mir aber noch nicht zu 100% sicher. Mal schauen wie ich mich die nächsten Tage oder Wochen entscheiden werde :D

    1. Hallo Claudia,

      schön, dass dir der Artikel gefällt :)

      Bei uns geht es in ein paar auch wieder mit Babybrei los – dieses Mal bei unserem kleinen Felix.

      Liebe Grüße

  4. Pingback: Beikost-Krieg (wenn sich Babys Essen streitet) – kinderlachen & elternsachen

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