Mit Baby anders vorgestellt

9 Dinge, die ich mir mit Baby anders vorgestellt habe

Lisa Familienleben 3 Comments

Wenn man erst einmal ein Kind hat, ist das Leben nie mehr wie zuvor. Auch als Lilli noch nicht da war, hatten wir bereits unsere Vorstellungen, wie es mit Kind so sein wird. So geht es wohl vielen.

Doch sind diese Vorstellungen wirklich realistisch?

Kaum war ich mit Lilli schwanger, haben wir begonnen, uns eingehend mit dem Thema Baby und unserer zukünftigen Rolle als Eltern zu beschäftigen.

Und je mehr wir in verschiedenen Büchern, Zeitschriften und im Internet zum Thema Baby gelesen haben, desto realer wurde es. Wir waren sehr gespannt und konnten es kaum erwarten, unsere kleine Maus endlich in den Armen halten zu können.

Die Vorstellungen vom „neuen Leben“ wurden immer konkreter. Im Nachhinein müssen wir aber feststellen, dass viele Vorstellungen sehr utopisch waren…

 

Diese 9 Dinge habe ich mir mit Baby anders vorgestellt

 

1. Der erste Moment, in dem du dein Baby siehst

Überall sieht und liest man, wie wundervoll der erste Moment ist, in dem man sein kleines Wunder das erste Mal sieht.

Bei mir war es anders.

Während der Geburt war ich die ganze Zeit „in meiner eigenen Welt“ und plötzlich war unsere Lilli da. Ein magischer Moment war es nicht. Jedoch musste sie mit der Saugglocke geholt werden und auf diesen Anblick war ich nicht gefasst.

Das winzige Köpfchen hatte einen riesen Abdruck und das war alles, was ich gesehen habe. Zugleich stiegen mir schlimme Ängste in den Kopf – glücklicherweise alles unbegründet.

Zwei Stunden später war ihr Kopf bereits ganz normal. Und als ich sie dann endlich das erste Mal in den Armen halten konnte, war genau dieser magische Moment da, von dem ich immer geträumt habe.

 

2. Wir werden viel schlafen können, denn Babys schlafen immer

Anfangs hat Lilli wirklich sehr viel geschlafen. Und wir haben sie den ganzen Tag beobachtet.

Allerdings war sie auch sehr hungrig. Ich habe sie daher etwa alle zwei Stunden gestillt. Zwischen den Mahlzeiten hätte ich eigentlich schlafen können. Ganz so einfach ist das dann aber doch nicht.

Hier etwas Haushalt, da etwas soziale Kontakte, Austausch mit dem Mann und der Familie, Besuch empfangen, Körperhygiene, spazieren gehen, einkaufen, ….

Die Liste ist lang. Aber natürlich habe ich in den ersten Wochen versucht, so wenig wie möglich zu machen und die gemeinsame Zeit zu dritt einfach zu genießen.

Oft saßen wir ewig vor Lilli und haben sie beobachtet. Am liebsten haben wir mit Lilli gekuschelt, wenn sie auf unserem Bauch lag. So war schlafen aber auch nicht möglich.

Und jetzt? Lilli ist mittleiweile ein halbes Jahr alt und schläft meist drei mal am Tag.

Trotzdem finde ich selten Zeit auch mal ein kleines Schläfchen zu machen. Irgendwie schafft es der Körper aber trotzdem nicht einfach mal im Stehen umzufallen, um ein Schläfchen zu machen ;)

 

3. Die erste Zeit wird einfach nur wunderschön

Natürlich waren die ersten Tage zu Hause wunderschön. Wir haben sie sehr genossen und tun dies auch immer noch jede Sekunde mit unserem kleinen Schatz.

Aber da sind auch die Hormone…

Manchmal muss man dann vielleicht auch mal weinen. Einfach so, ohne Grund. Oder man ist maulig. Warum? Keine Ahnung, ist einfach so.

Glücklicherweise war dies bei mir nur sehr selten der Fall und ich konnte die Zeit einfach nur genießen.

 

4. Ich werde vor Langeweile ständig putzen

Genau so habe ich mir das vorgestellt. Aber naja… Nein, das war wohl nichts.

Ich frage mich wirklich, wo diese Mamas die Zeit und Motivation hernehmen. Als Lilli noch ganz klein war, habe ich nur sauber gemacht, wenn sie wach war, weil ich sie nicht wecken wollte.

Natürlich weiß ich, dass Babys den „Lärm“ abkönnen und es sie nicht stört, aber bei uns war und ist es nie sehr laut und vor allem nicht, wenn Lilli geschlafen hat.

Ich mag es nicht, wenn es laut ist. Also muss Lilli es auch nicht unnötig laut haben.

Aber jetzt! Jetzt, wo sie ständig neben der Decke liegt, um zu spielen,  schaffen wir es täglich zu saugen und ganz oft sauber zu machen.

Schließlich soll sie ja nicht unsere Frühstückskrümel vom Boden essen ;)
 

5. Körperausscheidungen

Wer hätte gedacht, dass so viele verschiedene Körperausscheidungen aus so einem kleinen Wesen kommen können?

Im Ernst! So viel pupsen kann man doch gar nicht! :)

Das Bäuerchen ist auch oft sehr ausgiebig und wird wiederholt getätigt. Als ich noch gestillt habe, kam meist nichts. Jetzt, da sie aus der Flasche trinkt, rülpst Lilli meist drei mal.

Paul ist übrigens der Beste Rückenklopfer der Welt ;)

Und wie viel manchmal so in der Windel ist – unglaublich. Am schlimmsten ist es, wenn es flüssiger ist, dann kann es schon mal vorkommen, dass wir sie vier mal am Tag umziehen müssen.

 

6. Lilli wird immer das gleiche essen, wie wir

So war der Plan. Da man ja aber mit Gemüsebrei anfängt und erst nach und nach Kartoffeln und Fleisch dazu kommen, wurde daraus erst recht spät etwas.

Genau genommen erst, als sie sieben Monate alt wurde.

Eigentlich Essen wir recht ausgewogen und gesund. Ab und an gibt es aber auch bei uns Fertigprodukte. Schlemmerfilet beispielsweise. Es ist natürlich Fisch, aber da sind so viele Gewürze drin, die wir Lilli (noch) nicht geben möchten. Salz, Zucker und etliche Zusatzstoffe sind nun einmal nichts für Babys.

Also bekommt sie dann eben doch ihre Extraportion.

 

7. Wir werden ganz viel Zeit für uns haben

Endlich, so habe ich gehofft, werden wir viel Zeit für uns drei, als kleine Familie, haben. Keine Termine, kein Druck, einfach nur Zeit zum genießen.

Direkt nach der Geburt mussten die ersten Anträge ausgefüllt und abgeschickt werden. Dann kamen Arzttermine, die Hebamme wollte kommen, Familie und Freunde uns besuchen.

Der Kalender wurde immer voller…

Und auch jetzt fahren wir vom Einen zum Anderen; gehen zum Babyschwimmen, FunBaby, treffen uns mit Freunden und der Haushalt will auch erledigt werden.

Trotzdem versuchen wir immer, dass die Woche und vor allem ein Tag nicht zu voll wird. Lilli soll trotzdem genug Zeit zum Erholen und Spielen haben.

 

8. Schlafmangel? Für mich kein Problem!

Vor allem in den ersten sechs Monaten hatte ich kein Problem mit weniger Schlaf. Nach mittlerweile sieben Monaten sehne ich mich jedoch nach den zwölf Tagen (als Lilli drei Monate alt war) zurück, an denen Lilli durchgeschlafen hat.

Oft beneide ich auch Paul, dass er Lilli nachts meist nicht hört und einfach schlafen kann. Es ist für mich ganz normal und selbstverständlich, nachts aufzustehen und für Lilli da zu sein – sei es um ihr den Schnuller zu geben, sie in den Schlaf zu wiegen oder sie zu stillen.

Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, dass sie wieder durchschläft, denn nach gewisser Zeit schlaucht es schon ganz schön.

 

9. Es kann auch mal jemand anderes auf Lilli aufpassen

Auf gar keinen Fall! Ich kann mir kaum etwas schlimmeres vorstellen, als von Lilli getrennt zu sein.

Das erste Mal, als ich ohne sie weg war, war sie vier Monate alt. Ich war mit einer Freundin Kaffee trinken und es waren die schrecklichsten zwei Stunden meines Lebens.

Auch beim zweiten Mal habe ich mich schrecklich gefühlt, obwohl es auch wieder nur zwei Stunden waren und ich wusste, dass sie bei Paul in sehr guten Händen ist und es beiden gut geht.

Allerdings kann ich es mir einfach noch nicht vorstellen, meine kleine Lilli bei jemand anderem zu lassen, als bei mir oder Paul. Aber auch das muss ich irgendwann schaffen. Bald, ganz bald werden wir zwei auch mal wieder alleine Essen oder ins Kino gehen. Ganz bestimmt.

 

Mein Fazit

Es gibt einige Sachen, die man sich anders vorgestellt oder gar unterschätzt hat, aber es gibt auch unzählige Situationen, die man sich im Traum nicht so wunderschön ausmalen konnte, wie sie sind. Wir möchten unsere Lilli und die gemeinsame Zeit nie wieder missen. Für uns ist es einfach perfekt, genau so, wie es jetzt ist.
 

Kommentare 3

  1. Oh, das kommt mir bekannt vor =) Man sagt ja nicht umsonst, man sollte sich während der Schwangerschaft nicht allzu viel Konkretes im Voraus vorstellen, weil es meist eh ganz anders kommt :D Aber naja… Wer schafft das schon? :D Schließlich hat man meistens so viel Vorfreude, dass man es total genießt, sich das Leben mit Baby schonmal in Gedanken auszumalen =) Aber dein letzter Satz trifft es echt gut =) Auch wenn es jetzt anders ist als gedacht, ist es doch perfekt =)

  2. Hallo Lisa,
    ein ehrlich schöner Artikel!! Ich habe dich beim Liebsten Award nominiert und würde mich über deine Teilnahme freuen!!

    Viel Spaß dabei!

    Grüße,
    Franziska

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