Heiraten mit Baby

Heiraten mit Baby – So hat es bei uns bestens geklappt

Lisa Familienleben 5 Comments

Im Mai war es endlich soweit und wir haben uns auch kirchlich das Ja-Wort gegeben.

Nach einem Jahr voller Planung und Vorbereitungen kam der große Tag immer näher und ständig fielen uns neue Dinge ein, an die wir noch denken mussten. Heiraten mit Baby an der Seite muss nämlich gut durchdacht sein.

Ganz wichtig war für uns dabei natürlich, dass nicht nur wir einen wunderschönen Tag haben, sondern auch, dass unsere Lilli gut versorgt ist. Selbstverständlich wollten wir sie an so einem besonderen Tag bei uns haben. Sie zu Verwandten oder Freunden zu geben, war für uns keine Option. Trotzdem gab es für uns klare Grenzen…

Aber fangen wir mal von vorne an.

 

So haben wir „mit Baby“ geheiratet

Die Trauung begann um 13 Uhr und ist somit leider nicht die geeignetste Zeit für ein Baby. Also mussten wir an dem Tag etwas improvisieren und konnten nur hoffen, dass Lilli flexibel ist und unser Plan aufgehen wird.

Deshalb mussten besonders der Vormittag und die Trauung etwas genauer geplant werden.

 

Der Vormittag

Normalerweise machte Lilli zu dem Zeitpunkt meist ein ein-stündiges Vormittagsschläfchen. An unserem Hochzeitstag haben wir aber versucht, sie so lange wie möglich wach zu halten, damit sie etwas länger schläft. Meist mussten wir sie nämlich nach einer Stunde wecken, da sie sonst einfach keinen Mittagsschlaf mehr gemacht hätte.

Glücklicherweise hat das „Länger-Wach-Halten“ gut geklappt. Das „Längerschlafen“ an dem Tag (wie sollte es auch anders sein) nicht. Trotzdem gab es etwas früher als sonst Mittag und Lilli konnte anschließend in Ruhe schick gemacht werden.

 

Der Einzug

Für uns – vor allem Lisa – war klar, dass wir KEINE Blumenkinder haben möchten. Die sind so süß, dass sie selbst der schönsten Braut die Show stehlen und das wollten wir natürlich nicht ;) Außerdem waren auf der Hochzeit auch keine kleinen Mädchen, die den Teil hätten übernehmen können.

Also haben wir erst überlegt, dass Paul zusammen mit Lilli den Altar hinunterschreitet und auf die Braut wartet. Dort angekommen, hätte also ein kleiner Tausch stattgefunden: Lisa gegen Lilli – wer nun den besseren Deal gemacht hätte, wollen wir einfach mal nicht weiter kommentieren ;)

Jedoch hatten wir Angst, dass Lilli vielleicht ausgerechnet in dem Moment mal nicht zu ihren Omas und Opas möchte, sondern lieber bei uns bleiben will. Wir wollten aber die Trauung für uns als etwas ganz Besonderes haben und nicht noch mit ihr aufstehen müssen, da sie bestimmt keine Lust hat, 45 Minuten still zu sitzen uns leise zu sein.

Unsere Lösung lautete also, dass Lilli bei den Omas und Opas bleibt.

 

Die Trauung

Trauung

Lilli saß also bei ihren Großeltern und hat immer mal wieder den Schoß gewechselt. Zudem gab es etwas zu essen und somit war die Kleine mehr als zufrieden und hatte ihren Spaß.

Nach der Trauung wurde sie auch von allen gelobt und uns wurde immer wieder gesagt, wie toll sie das alles mitgemacht hat.

Wir waren natürlich auch mal wieder mehr als stolz auf unsere kleine Maus. Auch wenn sie sehr unkompliziert ist, hätten wir doch nicht gedacht, dass sie die ganze Trauung so gut durchhält.

Nach der Trauung ging es mit dem Auto zur Hochzeitsfeier. Während der Fahrt hat Lilli dann auch noch ein kleines Schläfchen gemacht und die Reserven aufgetankt.

 

Der Nachmittag

Brautstrauß

Glücklicherweise waren ja nun mehr als genug liebe Gäste da, die sich um Lilli gekümmert haben. Meist war sie aber bei den vertrauten Gesichtern, wie Oma und Opa oder einer ihrer Tanten.

Zudem liebt Lilli es ja ihren Cousin oder andere kleine Kinder zu beobachten und hatte so auch den ganzen Nachmittag viel zu tun. Wenn sie dann mal etwas gekrabbelt ist oder an der Hand gelaufen ist, konnte sie den „großen“ Kindern fleißig hinterher flitzen und hatte dabei viel Spaß.

Unsere Hochzeitsfotos haben wir erst ohne Lilli gemacht. Hier hätte sie sich nur gelangweilt und so gern mag sie das Fotografieren leider auch nicht.

Im Schloss haben wir dann aber Einige mit ihr gemacht. Super war es hier, wenn Kinder hinter dem Fotografen standen, denn dann hat sie wenigstens in seine Richtung geguckt und war nicht von anderen Dingen abgelenkt ;)

Das Abendessen

Hochzeitstafel

Eigentlich hätten wir gedacht, dass Lilli zusammen mit den anderen Kindern isst, wenn wir den ersten Gang bekommen. Die kleine Maus war jedoch schon so K.O., dass sie früher gegessen hat. Auch hier haben sich die Omas toll um sie gekümmert.

Zuvor haben wir mit Lisas Schwester abgesprochen, dass sie Lilli ins Bett bringen wird. Sie hatte es einfach am häufigsten gemacht, Lilli mag sie sehr gern und ihr vertrauen wir sehr, da sie selbst ja auch einen Sohn hat und so noch die Übung hat ;)

Leider hat es gut 30 oder sogar 45 Minuten gedauert, bis Lilli endlich zur Ruhe kam und im Bett nicht mehr erzählt hat und sich ins Land der Träume verabschiedet hat. Aber das ist ja auch verständlich. Immerhin hat sie an dem Tag eine Menge erlebt. Wir waren natürlich sehr froh, dass wir in dieser Zeit bei unseren Gästen sein konnten.

Leider hat Lilli so die Party, Photobooth und das Feuerwerk verpasst, aber sie hat seelenruhig geschlafen und ist nicht wach geworden. Das Babyfon hatten wir selbstverständlich dabei und konnten uns so immer sicher sein, dass es ihr gut geht.

Hochzeitsparty

Übrigens hatten wir dies vorher beim Probeessen getestet. Die Dame vom Schloss hatte uns bereits gesagt, dass es funktioniert, aber trotzdem wollten wir es auch mit unserem Babyfon testen. Du weißt ja: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser ;) Und gerade hier konnten wir gar nicht auf Babyfon verzichten und mussten sicher sein, dass es klappt. Andernfalls hätten wir uns ja einen Plan B überlegen müssen…

Fazit

Feuerwerk

Alles in allem war es also ein unvergesslicher Tag und wir sind uns sicher, dass Lilli auch viel Spaß hatte. Jedoch war ich etwas traurig, dass wir so wenig Zeit für sie hatten. Wir sind uns aber sicher, dass sie den Trubel und die viele Aufmerksamkeit von den Omas, Opas, Tanten und allen anderen Gästen sehr genossen hat.

Zwischendurch sind wir natürlich auch oft zu ihr gegangen, haben sie gedrückt, mit ihr gespielt und uns etwas Zeit für sie genommen. Spätestens aber, wenn sie krabbelnd durch die Räume flitzte und „Papa, Paaaaaaapaaaaa“ oder „Mama, Mamamamamama“ rief, war sie unsere unangefochtene Nummer 1 :)

Wir können dich nur darin bestärken: Heiraten mit Baby ist wirklich überhaupt kein Problem, wenn man es nur gut genug plant.

 

Wie sah dein Hochzeitstag mit Baby aus? Hast du noch Tipps, welche du unsern Lesern bei der Planung mit auf den Weg geben kannst?

*Alle Fotos wurden von Mathias Rövensthal gemacht.

Kommentare 5

  1. Post
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    Oh ja, liebe Katharina, es ist toll, wenn die kleinen ein gutes Verhältnis zu den Omas und Opas hat. Danke für deine Nachricht :)

  2. Ich war bei zwei Hochzeiten wo die Kinder (damals 7 bzw. 6 Monate) an Bekannte zur Betreuung gegeben wurden. Die Brautpaare meinten beide, dass es super entspannt für sie war, da es ja ihr Tag war und nicht der des Kindes. Sonst sind nämlich, wie bei den Gästen mit Kindern, alle nur mit den Kleinen beschäftigt und können gar nicht richtig an der Feier teilnehmen.
    Grammar-Nazi on:
    Es heißt am „häufigsten“, nicht am „öftesten“.
    Grammar-Nazi off.

    1. Post
      Author

      Danke O:)
      Das ist auch eine gute Lösung, wenn beide Eltern und die Kinder sich damit wohl fühlen. Bei uns wäre es gar nicht gegangen – einerseits waren ja alle möglichen „Aufpasser“ bei unserer Hochzeit dabei und was für uns noch viel wichtiger ist: Lilli ist ja unser Mittelpunkt und durfte einfach nicht fehlen. Wir hätten sie viel zu sehr vermisst ;)

  3. Wir haben auch mit Kind geheiratet. Es war nicht anstrengt für uns war das normal.Für die Nacht hatten wir Babysitterin organieziert und wir könnten entspannt weiter feiern.
    Wenn du Lust hast,kanst du vorbei gucken bei uns.Wir starten grade an

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