Wie du bei einem Trotzanfall Grenzen setzen kannst (Gastbeitrag)

Lisa Familienleben 1 Comment

Und plötzlich geht das Geschrei in der Stadt los. Dein Kind wirft sich auf den Boden, weint, schreit und möchte unbedingt das haben, was es sich in den Kopf gesetzt hat. Kommt dir diese, oder eine ähnliche Situation bekannt vor? Dann befindest du dich wohl mitten in der Trotzphase deines Kindes.
Und ja, diese Zeit kann wirklich herausfordernd und nervenauftreibend sein. Aber ich möchte dich auch beruhigen. Auch die Zeit geht vorbei.

Meistens dauert die Trotzphase vom zweiten bis zum fünften Lebensjahr. Und mit gewissen Übungen und Strategien kannst du diese Phase gelassen überstehen. Doch das Wichtigste ist: Dein Kind wird von Tag zu Tag selbstständiger, entdeckt, dass es einen eigenen Willen besitzt und macht jetzt einen großen Entwicklungsschritt nach vorne.  Also kannst du das auch positiv sehen :-)

Fast alle Eltern gehen mit ihren Kindern durch die Trotzphase und jeder nimmt die herausfordernde Aufgabe, das Kind während seinem Trotz-/Wutanfall wieder zu beruhigen, unterschiedlich an. Zahlreiche Eltern kamen bereits zu diesem Thema auf mich zu. Ich habe festgestellt, dass eine Frage sehr häufig gestellt wird:

Wie kann ich eine klare Grenze setzen, wenn mein Kind einen Trotz-/Wutanfall hat?

Um eine Antwort auf die Frage zu geben, gehe ich nun einmal auf die anfangs beschriebene Situation zurück. Dein Kind wirft sich mitten in einer Menschenmenge auf den Boden, weint und schreit, weil es zum Beispiel kein Eis vor dem Mittagessen bekommt. Diese Situation zeigt dir, dass dein Kind seinen eigenen Willen durchsetzen möchte.

Was du in so einer Situation vermeiden solltest ist, leere Drohungen auszusprechen. Sätze wie: „Hör jetzt sofort auf zu weinen, sonst bleibst du das nächste Mal Zuhause“ helfen dir in so einem Moment nicht weiter. Es kann sogar sein, dass dein Kind sich noch weiter hineinsteigert.

Stattdessen solltest du auf einer sanfteren Art und Weise versuchen, dein Kind wieder zu beruhigen. Du kannst zum Beispiel mit den folgenden Sätzen den Kontakt zu deinem Kind, der sich in einem Trotz-/Wutanfall befindet, aufnehmen:

„Ich sehe, dass du gerade sehr wütend auf mich bist. Dein Eis bekommst du nach dem Mittagessen.“

Der erste Satz ist sehr wichtig. Warum? Hier zeigst du deinem Kind, dass du seine Situation verstehst und akzeptierst, indem du über die Gefühlsschiene den Kontakt zu deinem Kind suchst.

Im zweiten Satz machst du durch eine klare Ansage deutlich, dass es eine Regel gibt und das es sich daran halten muss – Du setzt eine klare Grenze. Bleibe konsequent, denn dadurch erhöhst du die Chance, dass dein Kind aus diesem Grund (in unserem Beispiel: Eis vor dem Mittagessen) in der Zukunft nicht mehr einen Trotz-/Wutanfall bekommt.

Wichtig ist, dass du liebevoll mit deinem Kind umgehst. Wenn du merkst, dass dein Kind in dem Zustand nicht ansprechbar ist, solltest du es seinen Trotz-/Wutanfall ausleben lassen und seine Gefühle nicht unterdrücken. Sage ruhig „Es ist O.K., du darfst wütend sein und weinen.“

Der Trotz-/Wutanfall deines Kindes kann zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten und aus unterschiedlichen Gründen, auftreten. Aus diesem Grund gibt es nicht die eine, übergreifende Strategie, mit der du in jeder Situation Erfolg haben kannst.

In meinem kostenlosen Report „Praxis-Report für Eltern – Die Trotzphase in 3 Schritten gelassen überstehen“ findest du weitere Übungen und Strategien.

Unter dem Link www.trotzphase-ueberstehen.com kannst du meinen Report kostenlos downloaden.

Ich freue mich auf dein Feedback.

Herzliche Grüße,

Burcu

Burcu Kalkan

Kommentare 1

  1. Hi Burcu.
    Super Beitrag. Achtung vor der Entwicklung des Kindes und den damit verbundenen Gefühlsausbrüchen. Noch sind sie diesen Gefühlen ausgeliefert und brauchen in dieser Phase Zeit, Liebe und Verständnis.
    LG Tine

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